Hier finden Sie das Schul-Curriculum der Sekundarstufe I für das Fach Biologie.

Das Schulcurriculum im Fach Biologie (G8) ist an die gültigen Kernlehrpläne angepasst.

 

Themen der Klassen 5 und 6

  

Biologie ist nach dem Wechsel von der Grundschule zur weiterführenden Schule ein für die Kinder neues Unterrichtsfach. Darum sollen die Fünftklässler zu Beginn zunächst die Arbeitsweisen dieses Unterrichtsfaches kennenlernen und seine Inhalte definieren. Dazu gehört die Handhabung eines Mikroskops genauso wie einfaches Experimentieren und die Arbeit mit Bestimmungsschlüsseln in schulnahen Biotopen. Wie wird eigentlich ein Versuchsprotokoll erstellt? Was kennzeichnet Lebewesen? Woraus sind sie aufgebaut? Was ist ein Modell? Sind diese Fragen geklärt, beginnen wir mit der Erforschung der verschiedenen Lebewesen: der Mensch, die Blütenpflanze, Haus-, Nutz-, und Wildtiere.

 

Thema: Bau und Leistung des menschlichen Körpers: Bewegung - Teamarbeit für den ganzen Körper

- Bewegungsapparat: Skelett, Gelenke, Muskulatur; gesunde Köperhaltung

- Atmung, Herz und Blutkreislauf

- Verdauung, Bestandteile der Nahrung, gesunde Ernährung

 

Thema: Überblick und Vergleich von Sinnesorganen

- exemplarische Thematisierung von Sinnesorganen

- Reizaufnahme und Informationsverarbeitung (vereinfacht)

 

Thema: Sexualerziehung

- Veränderungen des Körpers während der Pubertät

- Menstruationszyklus

- Begattung und Befruchtung

- Kindesentwicklung im Mutterleib

- Verhütung (Schwerpunkt: Pille und Kondom)

 

Das Thema Sexualerziehung wird in der Jahrgangstufe 6 unterrichtet und richtet sich nach den aktuellen Richtlinien für die Sexualerziehung in NRW .aus dem Jahr 2000.

Inhalte aus der Menschenkunde sprechen die Schülerinnen und Schüler unmittelbar an. Sie können Vorgänge bewusst an sich selbst erfahren und sie bekommen ein erstes Verständnis für Veränderungen, die sie am eigenen Körper erleben. Im Rahmen der Gesundheitserziehung wird insbesondere die Bedeutung einer gesunden Ernährung thematisiert, aber auch weitere Aspekte einer gesunden Lebensführung Vermeidung von Haltungsschäden, Bedeutung von Sport für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gefahren des Nikotingenusses werden in ihren Grundaspekten besprochen. Die Aufgabe des Unterrichts ist es dabei, den Menschen in seinem körperlichen Struktur- und Funktionszusammenhang zu verstehen, zugleich aber die Ganzheit der menschlichen Existenz zu berücksichtigen.

 

Thema: Vielfalt von Lebewesen. Was lebt in meiner Nachbarschaft?

- Grundorganisation der Blütenpflanze

- Fotosynthese in vereinfachter Form

- Fortpflanzung, Entwicklung und Verbreitung bei Samenpflanzen

- Wirbeltiere: Säugetiere am Beispiel des Hundes

- Vergleich von Hund, Katze, Mensch

- Vögel: Federn, Flug und Lebensweise

 

 Thema: Pflanzen und Tiere, die der Mensch nutzt

 - Rind: Nutzungsmöglichkeiten und Haltung

 - Das Huhn als Nahrungsproduzent; Haltung und Eientwicklung

 - Die Biene als Beispiel für ein Insekt

 - Welche Pflanzen und Pflanzenteile nutzt der Mensch; Abweichungen vom Grundbauplan

  

Thema: Angepasstheit von Pflanzen und Tieren an die Jahreszeiten

 - Frühlingsblüher

 - Überwinterungsstrategien verschiedener Tiere

  

Pflanzen bilden die Grundlage für tierisches und menschliches Leben. Kenntnisse über Bau und Funktion des Pflanzenkörpers sind daher schon zu Beginn ein wichtiges Unterrichtsthema. Als Einstieg dient eine Samenpflanze mit leicht überschaubarem Blütenbau. Die Bedeutung der Fotosynthese als Grundlage für tierisches und menschliches Leben soll bewusst gemacht werden. Ökologische Fragestellung verdeutlichen die engen Beziehungen der Pflanzen zu ihrer Umwelt. Präparieren von Pflanzen und Experimentieren mit Pflanzen eröffnen den Schülerinnen und Schülern erste Einblicke in typische fachspezifische Methoden.

Kinder haben vielfach eine besonders starke Beziehung zu Haustieren. Der Hund wird zunächst in seiner spezifischen Eigenart beschrieben, dann wird anhand von Einzelmerkmalen der Zusammenhang von Körperbau, Lebensweise und Umwelt erarbeitet und mit der Katze verglichen.

Die Behandlung der Vögel konzentriert sich auf die Anpassungen des Vogelkörpers an das Fliegen sowie die Eientwicklung.

Bei der Behandlung der bedeutendsten Nutztiere wird auch die Angepasstheit der Stammform an ihren ursprünglichen Lebensraum und seine Nahrung berücksichtigt. Die Problematik der Tierhaltung und -produktion wird unter Abwägen ökonomischer und biologischer Aspekte Gegenstand des Biologieunterrichts.

 

Thema: Anpassungen von Lebewesen an verschiedene Lebensräume der Erde

- Biologieunterricht im Zoo (Exkursion): Thematisierung anhand exemplarischer Tierarten

 

Themen der Klasse 7

  

Der Biologieunterricht in der siebten Klasse beschränkt sich auf ein Halbjahr.

  

Thema: Der Wald als Beispiel für ein Ökosystem

 - Aufbau und Funktion des Waldes

  

Lebewesen im Wald:

 - typische Pflanzenvertreter: Sporen- und Samenpflanzen; Moose, Pilze; Nadel-u. Laubbäume

 - Tiere des Waldes: Einnischung von Vögeln; der Regenwurm als Vertreter der Wirbellosen

 - Bedeutung der Organismen im Ökosystem Wald

 - Räuber- Beute- Beziehungen

 - Umweltschutz; Folgen des Eingriffs durch den Mensch

  

Bei der theoretischen und praktischen Behandlung ökologischer Inhalte geht es darum, den Schülerinnen und Schülern bewusst zu machen, dass sich Leben nicht nur auf der Ebene der Organismen äußert. Diesem Halbjahr kommt eine besondere Bedeutung für die Umwelterziehung zu. Angestrebt ist ein integrierender Ansatz, der systematische, ökologische und allgemeinbiologische Aspekte miteinander verbindet und dabei feldbiologische Beobachtungen und Untersuchungen der Heimatregion einbezieht. An kleinen, überschaubaren Einzelbeziehungen zwischen Lebewesen und ihrer unbelebten Umwelt soll in ausgewählten Lebensräumen und Lebensgemeinschaften des Schulumfeldes grundlegendes ökologisches Denken entwickelt werden. Unterrichtsgänge, Exkursionen mit feldbiologischem Arbeiten liefern hierzu die notwendige konkrete Basis. Schülerinnen und Schüler erhalten einen weitergehenden Überblick über die Formenvielfalt von Lebewesen.

Die systematische Erarbeitung der Organismengruppen darf jedoch nicht als eine Aneinanderreihung von Formenbesprechungen missverstanden werden; neben morphologisch-anatomischen Grundfragen werden jeweils ökologische Gesichtspunkte vorrangig berücksichtigt.

  

 

Themen der Klasse Klasse 9

  

Thema: Menschenkunde II

  

Das menschliche Immunsystem

 - Funktionsweise des Immunsystems

 - Aufbau, Vermehrung und Bekämpfung von Bakterien und Viren; AIDS

 - aktive und passive Immunisierung (Impfungen)

 - Allergien

  

Einführung in die Neurobiologie

 - Aufbau von Gehirn, Nerven und Sinnesorganen und deren Zusammenspiel(Reiz-Reaktions-Schemata)

 - Wirkungen von Drogen, Sucht und daraus resultierende Gesundheitsgefahren

  

Sexualerziehung

 - biologische Grundlagen menschlicher Sexualität; Keimzellen und die Befruchtung

 - Wirkungsweise und Regulation von Hormonen (Regelkreis); Menstruationszyklus

 - Partnerschaft, Familienplanung und Verhütungsmethoden

 

Genetik – Grundlagen der Vererbung

 - Chromosomen als Träger genetischer Informationen

 - Vererbungsregeln (1. u. 2. Mendel’sche Regel)

 - Kreuzungsschemata verschiedener Erbgänge

  

Diesem Schuljahr kommt hinsichtlich der Gesundheitserziehung eine besondere Bedeutung zu. Es ist das Ziel der schulischen Gesundheitserziehung, dass die Schülerinnen und Schüler durch die vermittelten Kenntnisse und das Wissen über den gesunden und kranken Körper ihre eigene Gesundheit erhalten und verbessern. Dazu gehören auch Kenntnisse und zuverlässiges Wissen über die Grundlagen menschlicher Sexualität.

Ein Biologieunterricht, der sich auf die ausschließliche Darstellung anatomischer und physiolo­gischer Sachverhalte und Zusammenhänge beschränkt, wird dem Anspruch eines erziehenden Unterrichts im Hinblick auf die angestrebte Handlungs- und Entscheidungskompetenz der Schü­lerinnen und Schüler in Fragen des eigenen Sexualverhaltens nicht gerecht.

Neben biologisch-medizinischen Daten sollen gleichermaßen soziale, entwicklungspsychologi­sche, emotionale und ethische Fragen der Sexualität dargestellt und erörtert werden, damit aus einer Sexualkunde eine im angestrebten Sinne helfende, Orientierung bietende und mündig machende Sexualerziehung werden kann.

Die Behandlung der Menschenkunde kommt den Schülerinnen und Schülern dieser Altersstufe entgegen, da sie in dieser Zeit in zunehmendem Maße über sich selbst nachdenken. Der Wandel vom konkret-anschaulichen zum mehr abstrakten Denken äußert sich in der wachsenden Fähig­keit einer zunehmend kritischen Selbstbetrachtung.

Der Menschenkunde-Unterricht will diesen Entwicklungsprozess unterstützen. Schülerinnen und Schüler sollen befähigt werden, biologische Kenntnisse bei der Bewältigung konkreter Lebens­situationen einzusetzen und sachgemäß vor allem auch in humanbiologischen Fragestellungen urteilen zu können. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für den selbstverantwortlichen Umgang mit der eigenen Gesundheit.

Die Auswahl der Inhalte gemäß den aktuellen Kernlehrplänen berücksichtigt fachwissenschaftliche Gesichtspunkte, altersspezifische Schülerinteressen wie auch gesellschaftliche Aspekte. Außerunterrichtliche Unterrichtsgänge zu Ausstellungen, Institutionen und die Einbeziehung von Fachleuten können den Unterricht optimieren.