Wer zahlt am Ende die Million?

Diese Frage stellte der besorgte Schulleiter Christoph Barbier während der Veranstaltung zum diesjährigen EU-Projekttag mit den Schülern der 8. Klassen. Zu diesem EU-Projekttag am 10.5.2010, der jetzt zum 3. Mal stattfand, war eine Abgeordnete des EU-Parlaments im PZ des Heilig-Geist-Gymnasiums erschienen. Die Schülerinnen und Schüler des 8. und 12. Jahrgangs hatten sich für den Besuch von Frau Verheyen mächtig ins Zeug gelegt, was bereits an der Ausschmückung des PZs mit selbstgefertigten Darstellungen aus allen 27 EU-Ländern 8c deutlich wurde.

 

Zunächst präsentierten die Schüler der 8. Klassen mit einem geschichtlichen Abriss der EU, der von der 8a zusammen mit ihrer Politiklehrerin Frau Loos erstellt worden war, deren Entwicklung bis heute; sodann zeigten sie mit einem selbst gefertigten Europa-Quiz in Anlehnung an die RTL-Sendung "Wer wird Millionär?", was sie drauf hatten. Die Fragen waren zuvor im Politikunterricht von der 8b zusammen mit ihrer Politiklehrerin Frau Sawatzki erarbeitet worden. Mit Hilfe einer Großbildleinwand und Computer-Animation befragte Guido Mertens wie sein großes Vorbild Günther Jauch seine Mitschüler über die Europäische Union. Da Niklas Elsen als Kandidat am Ende die richtige Antwort auf die Millionenfrage, "Welcher Regierungschef in der EU ist zugleich Präsident eines Fußballclubs?" knapp verfehlte, konnte der Schulleiter aufatmen. Dennoch waren die Anwesenden von den Kenntnissen über Europa sehr angetan, wie die EU-Abgeordnete Sabine Verheyen bei der anschließenden Beantwortung der Schülerfragen betonte.

 

Im zweiten Teil stellten die Schüler der 12. Jahrgangsstufe die am HGG unterrichteten Sprachen vor und zeigten deren Bedeutung innerhalb der EU, wobei die Präsentation teilweise in der Fremdsprache erfolgte. So stellten die Schüler des Deutsch-LK?s von Frau Irnich die unterschiedlichen Regionen Deutschlands teilweise auch aus der Sicht von ausländischen Austauschschülern vor. Nebenbei erfuhr man, dass Deutsch - mit 18% der EU-Bürger - die meistgesprochene Muttersprache in der EU ist. Der Englisch-LK von Miriam van Eys legte dar, dass ohne Englisch nichts mehr geht, denn Englisch ist als Weltsprache auch die verbreitetste Sprache in der EU. Die Schüler des Französischkurses von Frau Leenders präsentierten Französisch als offizielle Amtssprache nicht nur in 4 EU-Ländern, sondern auch zahlreicher internationaler Organisationen. Einige Altgriechisch-Schüler von Herrn Offermanns betonten die Bedeutung der Kultur der alten Griechen für den Mythos Europa und die geistige Herausforderung beim Erlernen dieser heute so nicht mehr gesprochenen Sprache. Latein, dem am HGG traditionell als ehemals humanistischer Schule eine große Bedeutung zukommt, wurde von Jonas Hahnfeld und Thomas Laurs vorgestellt. Beide stellten heraus, dass Latein als Mutter vieler europäischer Sprachen in Deutschland von jedem 10. Schüler gelernt wird. Spanisch, das am HGG von Frau Bevilacqua-Kaisers unterrichtet wird, präsentierte sich als Sprache, die in der EU nicht nur große Bedeutung für den Tourismus hat, sondern auch weltweit zunimmt. Zum Abschluss betonte Frau Verheyen, dass innerhalb der EU mit seinen 24 Amtssprachen in 27 Ländern die Sprache zwar mit der jeweiligen Kultur verbunden sei und dass aber Fremdsprachenkenntnisse unumgänglich seien, womit sie den Jugendlichen das Erlernen von Fremdsprachen ans Herz legte.