Ein Programm für ein ganzes Jahr

Projektkurs Geschichte Q1 „Villa Buth – Zwischenstation zum Holocaust“

 

Der Projektverlauf

a)   Orientierungsphase (erstes Halbjahr des Schuljahrs 2017/2018: September 2017-Januar 2018)

-       Allgemeine Einführung in den Denkmalschutz und die Ziele der Dt. Stiftung Denkmalschutz sowie von denkmal aktiv

-  Auseinandersetzung mit den Grenzen und Möglichkeiten des Denkmalschutzes mit dem Schwerpunkt auf „unbequeme Denkmäler“ aus der NS-Zeit

-      Erarbeitung des historischen Hintergrundes: Auseinandersetzung mit den historischen Ursachen und Anfängen des Antisemitismus sowie seiner Entwicklung in Deutschland bis zum Beginn des Dritten Reichs, mit der Bedeutung des Antisemitismus in der NS-Ideologie und mit der Entrechtung, Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung von 1933 bis 1945

-      15.11. 2017: Einführung in das Jüdische Leben in der Region Aachen anhand eines Vortrags von Frau Iris Gedig (Herausgeberin der Genealogie-Homepage Familienbuch-Euregio)

-      13.12.2017: Einführung in das Jüdische Leben im Jülicher Land und das Judenhaus „Villa Buth“ in Jülich Kirchberg anhand eines Vortrags von Herrn Heinz Spelthahn (Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für Toleranz e. V.

-      Diskriminierung und systematischen Verfolgung der jüdischen Bevölkerung in der Region

-      20.12.2017: Vor-Ort-Erkundung des Umfelds der „Villa Buth“ in Kirchberg und Führung durch das „jüdische“ Jülich durch Herrn Spelthahn

-      21.11.2017: Workshop zur Online-Quellenrecherche (Frau Gedig)

 

b)   Individualisierungsphase (zweites Halbjahr des Schuljahrs 2017/18: Februar 2018-Juli 2018)

-      29.11.2017: Zeitzeugengespräch mit Frau Friederike Goertz, einer Insassin der „Villa Buth“, die den Holocaust überlebt hat, durchgeführt von Ella Hakes und Nina Wirtz

-      filmische Aufarbeitung der Geschichte der Fabrikantenvilla „Villa Buth“ und ihrer Bewohner (Moritz Busch, Jasper Dahlmann, Luca Richter, Niklas Richter)

-  Erforschung von Architektur und Baugeschichte der „Villa Buth“ und Dokumentation des gegenwärtigen Zustands (Nils Losen, Malte Kummer)

-      Erforschung des Hintergrunds der Erwerbung der Villa Buth durch die NSDAP / Nachgeschichte nach 1945: Johannes Butz, Andre Grünthal

-     Erforschung des Alltags der Insassen der „Villa Buth“ als „Sammellager“ von März 1941 bis Juli 1942, Erforschung der Repressions- und Überwachungsmaßnahmen im Sammellager „Villa Buth“ (Eva Römgens)

-      Aufarbeitung von Biografien und Einzelschicksalen der Insassen der „Villa Buth“ Sarah Wienands, Sabrina Heese, Sina Ahrends, Anna Kovacs

- Auseinandersetzung mit der Organisation der systematischen Verfolgung der jüdischen Bevölkerung in der Region anhand von weiteren Sammellagern ab 1941

-      Aufarbeitung der Deportation der jüdischen Bevölkerung in die „Villa Buth“ und des Verhaltens der umliegenden Bevölkerung

-    Auseinandersetzung mit der Umsetzung des Holocausts im Konzentrationslager Theresienstadt sowie den „Vernichtungslagern“ Izbica, Majdanek und Ausschwitz, in welche die Insassen der „Villa Buth“ deportiert wurden. (Melissa Barth, Jonas Ritzka)

-      Künstlerische Aufarbeitung der Geschichte der „Villa Buth“ als „Zwischenstation zum Holocaust“ in Form von Gemälden, Skulpturen etc. (Malte Kummer, Nils Losen)

-  Entwurf eines Konzeptes zum zukünftigen Umgang mit der „Villa Buth“ als Erinnerungsort – Sabrina Heese, Sarah Wienands

-      Entwurf von Schautafeln für die „Villa Buth“ als Sammellager

-    Entwurf einer Konzeption für eine Ausstellung und/oder einer Publikation der Projektergebnisse (im Museum Zitadelle Jülich bzw. in Würselen)

 

c)   Präsentationsphase / Abschlussveranstaltungen (im Juni/ Juli 2018):

-   Veranstaltung zur Ausstellung der Projektergebnisse in der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang ip und Informationsveranstaltung für die Studienreferendare aus Aachen und Jülich

-      Herausgabe eines Sammelbands zur Villa Buth

-  Angedacht ist eine Exkursion des Projektkurses zur Gedenkstätte des Konzentrationslagers Theresienstadt bei Prag.