Wieder ein Erfolg für das HGG beim Certamen Carolinum!

Zum bereits 35. Mal haben sich in diesem Jahr interessierte und hoch engagierte Schülerinnen und Schüler den anspruchsvollen Anforderungen des Certamen Carolinum gestellt. Im fruchtbaren Dialog mit der Antike haben sie gezeigt, dass der Unterricht in den alten Sprachen nicht nur in besonderem Maße Sprachlernkompetenz und Sprachbewusstsein fördert, sondern entscheidend auch die Fähigkeit ausbildet, aktuelle Themen zu reflektieren,  kritisch Stellung zu beziehen und den eigenen Standpunkt in der Gegenwart zu definieren.     In diesem Jahr hat mit ganz hervorragenden Leistungen Sophia Grunewald (Q2) brilliert, die in allen drei Runden das Fach Griechisch wählte. Hatte sie in der ersten Runde noch im Rahmen ihrer Facharbeit selbstbewusst ein Plädoyer für die Rechte der Frauen,  ausgehend von den in Lysias‘ Verteidigungsrede des Eratosthenes dargelegten Vorstellungen von Geschlechterrollen und Eheleben formuliert, so konnte sie sich mit einer überzeugenden Leistung in der Griechisch- Klausur für die Endrunde qualifizieren. Hier hielt sie im Rahmen des Auswahlseminars einen Vortrag zum Thema „Recht des Stärkeren – Stärke des Rechts“: Das im platonischen Dialog „Gorgias“ von Kallikles formulierte Profil eines Despoten, der sein Recht des Stärkeren wahrnimmt, einfach nur, weil er es kann, übertrug sie kritisch in die Gegenwart, zeigte am Beispiel des türkischen Präsidenten Erdogan und seinem Stellvertreterkrieg in Syrien, wie brandaktuell das Thema heute ist und formulierte ihre eigenen Forderungen an die Akteure der Macht.

Sophia wurde für ihre herausragenden Leistungen mit dem Preis des Generalkonsulats der Hellenischen Republik ausgezeichnet und darf eine Reise nach Athen antreten, um auf Spurensuche in Griechenland zu gehen. 

Wir gratulieren Sophia herzlich!