Altertumswissenschaft für Schüler - mal klassisch mal modern

Termine 2. Halbjahr, Stand 26.01.22 (vor allem A-Wochen):


04.02.22 / 18.02.22 / 04.03.22 /18.03.22 / 01.04.22 / 29.04.22 / 13.05.22 / 20.05.22 (geplant: Exkursion ganztägig nach Trier und zur Villa Borg, letzter Termin im Schuljahr)

[bei normalen AG-Terminen Treffpunkt 13:25 Uhr vor alter Turnhalle]  

 

Archäologie-AG

Die AG wird mittlerweile wesentlich von mehreren Projekten geprägt:

1. Schulprogramm denkmal aktiv der Deutschen Stiftung Denkmalschutz
2. Bildungspartnerschaft NRW mit der Stadtarchäologie Aachen
3. Kooperation mit der 3D-Druck-AG
4. Römer-Werkstatt als Grundschülerprojekt

De AG nimmt dieses Schuljahr bereits zum siebten Mal in Folge am bundesweiten Förderprogramm denkmal aktiv der Deutschen Stiftung Denkmalschutz teil. Dies gelang nur ganz wenigen Schulen überhaupt. Dieses Jahr stehen die Aachener Römer-Thermen im Vordergrund. Die Münstertherme unter dem Dom, die Bücheltherme unter der Mayerschen Buchhandlung, der Aquaedukt von Burtscheid ins Aachener Zentrum, die Eifelwasserleitung nach Köln, Thermen in Zülpich, Köln, Trier und Rom, ein Modellbau der Caracallatherme und eine Exkursion nach Trier sind dabei wesentliche Themen oder Stationen. Das dreitägige Treffen mit den nur ca. 60 anderen bundesweit ausgewählten Schulen des denkmal aktiv-Schulprogramms findet im Mai statt, ein oder zwei Mitglieder der AG werden dies voraussichtlich auch für einen attraktiven mehrstündigen Zwischenhalt nutzen können.
Bei den ersten Teilnahmen wurden seitens der Archäologie-AG eine noch unbekannte villa rustica in Eschweiler-Kinzweiler, die gallo-römische Tempelanlage Varnenum in Kornelimünster, die Übernahme eines Teilstücks der römischen Wasserleitung nach Köln, die römischen Fundstätten Würselens im Rahmen eines Würselener Römerrundwegs und der Aachener Dom thematisiert. Als wissenschaftliche Partner dienten dabei der Landschaftsverband Rheinland und die Stadtarchäologie Aachen, ferner die Geschichtswerkstatt Würselen und die Domschatzkammer.

Im Rahmen der erst zu Beginn dieses Schuljahres gebildeten Bildungspartnerschaft NRW mit der Stadtarchäologie Aachen werden bereits in diesem Schuljahr die Archäologischen Fenster Aachens besucht, im nächsten Schuljahr werden sie das grundlegende Thema eines Antrags zur erneuten Teilnahme an denkmal aktiv (s.o.) sein. Hierzu soll ein Flyer mit einem didaktischen Rundweg und einer damit verbundenen (Schüler-)Rallye entstehen. Ferner sollen 3D-Druckmodelle entstehen und die wissenschaftliche Arbeit im Archiv der Stadtarchäologie Aachen kennengelernt werden.

In Zusammenarbeit mit der 3D-Druck-AG entstanden bereits am schuleigenen 3D-Drucker ein Tempelmodell von Varnenum, eine Rekonstruktion der römischen Therme von Köln bzw. der CCAA, ein Querschnitt einer Wasserleitung und ein Modell einer Talüberquerung und eine stilisierte Karte des geplanten Würselener Römerrundwegs sowie wohl am beeindruckendsten von allen ein Modell des Aachener Doms. Die AG selber erarbeitet ferner ein vielteiliges Schulmodell.

Die Übernahme und die Aufstellung des Teilstücks der römischen Wasserleitung auf dem Schulgelände des HGG wurde im Projektjahr 2018/19 dokumentiert sowie vertieft behandelt. Das Stück konnte infolge von Straßenbauarbeiten in Hürth bei Köln nicht erhalten werden, unter den alleine übernahmeberechtigten und interessierten öffentlichen Einrichtungen ist das HGG die einzige Schule. Es erfolgt dabei eine Zusammenarbeit mit dem führenden Fachmann auf dem Gebiet der Aquädukte, Herrn Prof. Grewe, der Stadtarchäologie Aachen, der Bezirksregierung Köln und lokalen Historikern. Eine Besichtigung des Teilstücks und der Informationstafel des LVR ist außerhalb der Unterrichtszeit auch für Auswärtige möglich. Die Pflege gehört ebenfalls zu den Aufgaben der AG.

Mit der Römer-Werkstatt begannen die Grundschülerprojekttage am HGG vor mittlerweile acht Jahren. Die betreuenden Lehrer leiten dabei zusammen mit den AG-Schülern Aktionen im Bereich der experimentellen Archäologie an und führen in die Thematik der Römer im Rheinland und in das Feld der Archäologie ein. Hoffentlich kann dies dieses jahr Mitte November wieder erfolgen. Aktuell wird noch die Pandemie-Situation abgewartet, bevor den Grundschulen wie gewohnt Informationsflyer zum Verteilen zugeschickt werden. Deren Inhalt wird auch auf unserer Homepage dann wieder einsehbar sein.

In der Anfangszeit der Archäologie-AG stand im Vordergrund, nach Möglichkeit eigene römische Funde aus der Nähe der Schule auszuwerten. Bald schon wurde die Thematik durch mehrere Exkursionen zu verschiedenen Zielen und zu verschiedenen Inhalten vertieft, die Außendienststelle des Rheinischen Amtes für Bodendenkmalpflege des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) in Nideggen-Wollersheim, das Landesmuseum Bonn, die Römervilla in Bad-Neuenahr, im Rahmen der Projekttage ging es auch nach Trier und zur Villa Borg, oder auch selber aktiv ins Töpfereimuseum Langerwehe und in die Kunstschmiede Zitzen

Nicht selten benötigen unsere aktuell 19 jugendlichen Forscher auch den berühmten Blick über den Tellerrand, Stichwort „interdisziplinäres Arbeiten“. Internetrecherchen im PC-Raum, PowerPoint-Präsentationen, Zusammenarbeit mit der Fachgruppe Informatik, Einsatz von Modellflugzeugen für Luftaufnahmen, projektartiges sowie klassen- und jahrgangsstufenübergreifendes Arbeiten bestimmen den AG-Alltag, gelegentlich gab es sogar verschiedene Gastvorträge. Alte Geschichte und Latein wird hier lebendig! 

 

Olaf Grodde